Warum Stille so lebenswichtig ist…

Stille ist total uncool heute. Überall laufen Fernseher, Radio, Musik, die uns mit Geräuschen und Bildern dauerberieseln. Wer kann heute denn schon Stille ertragen?! Doch wer sich auf die Stille einlässt, kann sehr Wichtiges lernen… etwas, das das Leben verändern kann!

Hier ist es still. Ich gehe vor die Tür und höre oft – nichts. Keine Autos, Flugzeuge, keine Stimmen… nur Vogelstimmen im Wald, und davon ganz schön viele! Im Haus gibt es kein Fernseher und kein Radio. Musik schalte ich nur dann an, wenn ich Sport machen will. Hier gibt es keine künstliche Geräuschkulisse… und das ist eines der vielen Dinge, die diesen Ort so kraftvoll machen…

Wer kann sich heute noch auf Stille einlassen? Und das auch noch über eine längere Zeit hinweg? Das fällt sehr vielen Menschen schwer – weil wir uns nicht selbst ertragen können! Weil wir uns nicht auf uns selbst einlassen wollen… weil wir uns nicht so akzeptieren und lieben, wie wir sind.

Und in der Stille kann man sich nicht vor sich selbst verstecken. Da kann all der Müll ins Bewusstsein kommen, den wir sonst verdrängen. Gedanken und Gefühle können wie eine Lawine über uns hereinbrechen, in einer Intensität, die wir gar nicht gewohnt sind.

Und dann? Dann können wir flüchten – oder uns bewusst in die Stille begeben.
Wir können uns weiter vor dem Leben verschließen – oder wir können die Entscheidung treffen, uns auf das LEBEN einzulassen.
Wir können uns in Aktivitäten verlieren, uns mit Essen oder sonstwie ablenken – oder wir können uns Zeit nehmen, wahrnehmen was IST, mit uns selbst Freundschaft schließen und mit dem Leben.

Das lerne ich auch gerade.
Ich wohne hier (noch) alleine in dem riesigen Haus mit dem noch größeren Garten. An Wochenenden war bisher immer was los, doch unter der Woche ist niemand da – außer mir. Zeit, um vieles zu tun, was getan werden muss – und dabei mit mir selbst in Kontakt zu bleiben. Zeit, um hinzusehen und nicht mehr zu verdrängen, Zeit für Klarheit.
Manchmal setze ich mich einfach hin und lausche dem eigenen Herzschlag. Ich spüre den Körper, den Atem, das Blut in den Adern, den Fluss von Wärme und Kälte. Ich nehme einfach die Stille um mich und in mir wahr – eine spannende Erfahrung: Einfach wahrnehmen, ohne Gedankengeschichten dazu zu spinnen, ohne als angenehm oder unangenehm abzustempeln, einfach sein…

Bevor ich hierher zog, hatte ich Angst davor, hier einsam zu sein. Hier angekommen, scheint sie mir nicht mehr als Bedrohung. Denn im All-Ein-Sein steckt auch eine Chance – nämlich eben eine gute Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Denn: Wenn du dich selbst ständig niedermachst, wenn du deine Bedürfnisse und deinen Körper missachtest und dich selbst so lieblos behandelst, wie du nie mit deinen Freunden umgehen würdest – wie kannst du dann liebevoll zu anderen Menschen sein?

Du kannst nur die Beziehung zu anderen Menschen haben, die du zu dir selbst hast.

Und in der Stille liegt die Chance dafür, Freundschaft mit dir selbst zu schließen; die Chance, endlich bewusst JA zu sagen zu dir selbst und zum Leben.
In der Stille liegt auch die Quelle für Inspiration, für unerwartete Lösungen und Ideen.
In der Stille bietet sich uns die Gelegenheit, unserem inneren Wesenskern näher zu kommen. Unserem Herzen, dem ursprünglichen Gewahrsein, das wir alle sind – wie auch immer man es nennen mag…

Ich bin jedenfalls dankbar, hier sein zu dürfen! Und schon bald hat sich viel Besuch angemeldet, dann kommt hier richtig Leben in die Bude! Darauf freue ich mich natürlich auch 🙂

Du bist ebenfalls herzlich willkommen, hier eine Auszeit zu verbringen – in mehr oder weniger Stille, ganz wie du magst 😉 Vielleicht sehen wir uns schon bald?

Hier steht mehr dazu: https://jivaka-castle.de/persoenliche-auszeit/

Hast du Fragen, oder möchtest du Erfahrungen teilen, die du in der Stille gemacht hast? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare!

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2 Comments

  1. Veröffentlich von Claudia am 8. Juli 2018 um 19:16

    Oh ja Stille.
    Ich mag die.
    Und – meistens morgens im Wald- darf ich lernen gnädig mit mir selbst umzugehen. Weinen wenn der Schmerz zu Besuch kommt, brüllende Wutgespräche führen (danke Baum!) oder einfach vor mich hin lauschen.
    So hat mich schon manche Lösung gefunden.

    Dein schöner Text motiviert mich, mich noch inniger der Stille zu ergeben- ich glaub wir sehen uns bald wieder 🙂

    • Veröffentlich von Manuela Kuhar am 8. Juli 2018 um 20:13

      Das freut mich liebe Claudia ! Bis bald 🌺😊

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