Was, Sie machen doch keine Thaimassage?!

…fragte mich letztens tatsächlich jemand! Naja… auch wenn es manche Leute schockieren mag: Ich lerne und praktiziere Thaimassage, bzw. sage ich lieber Thai-Yoga-Massage. Eigentlich ist das eine Kunst der heilenden Berührung, eine Meditation in Bewegung! Doch leider hat diese Art der Massage einen weniger guten Ruf. Warum eigentlich? Und was steckt wirklich hinter diesem Begriff?

Die traditionelle Thaimassage (Nuad Boran) ist eine uralte und effektive Heilkunde. Heilkundige verwenden sie dort sehr erfolgreich zur Prävention und Behandlung verschiedenster körperlicher und psychischer Leiden.

Und andererseits ist Massage in Thailand auch ein beliebter Zeitvertreib – Menschen schauen sich einfach von Freunden und Familienmitgliedern ein paar Techniken ab. Und wer in einem Thaimassage-Salon irgendwo in der Stadt oder am Strand arbeiten will, besucht ein paar Stunden oder Tage lang einen Kurs, lässt sich ein schickes Zertifikat ausstellen, und los geht’s. (In Deutschland ist das auch nicht anders – nach kaum einer Woche Einführung bekommt man hier ein Zertifikat…)

Dazu kommt noch, dass Massagesalons gerade in Touristengebieten auch als Bordelle dienen! Das ist auch nicht gerade förderlich für den Ruf der Thaimassage, doch das ist eine andere Geschichte…

Das heißt: Die meisten Menschen, die in Thailand und in Europa „Thaimassage“ anbieten, haben wenig Ahnung von dem, was sie tun! (Ausnahmen gibt es natürlich 🙂 ) Ihre Massage kann durchaus angenehm sein… und doch: Das, was dort geboten wird, hat kaum etwas mit der Heilkunde zu tun, die die „traditionelle Thaimassage“ eigentlich ist.

Unterschiede zwischen Thaimassage und westlicher Massage

Eigentlich ist das Wort „Thaimassage“ irreführend. Denn hierzulande versteht man unter Massage meistens, dass jemand Muskeln durchknetet – sanft bei einer Wellnessmassage, kräftig bei einer Sportmassage, oder auch mal schmerzhaft bei einer therapeutischen Massage. Damit hat die ursprüngliche Thaimassage wenig zu tun: Diese ist eine Heilkunde, eine ganzheitliche Mischung aus körperlichen, energetischen und spirituellen Techniken und Konzepten.

Kundige Thai-Masseure spüren Blockaden im Körper und Energiesystem auf und tragen zu ihrer Auflösung bei; sie regen Energieflüsse im Körper an; und insbesondere begleiten sie den Klienten in seinem Prozess der tiefen Entspannung und Selbstheilung.

Dafür gibt es vielfältige Techniken: Dehnungen, Druck, Schaukeln und vieles mehr, sanft oder kraftvoll, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Klienten tragen dabei lockere Kleidung. Das Wort „Thai-Yoga-Massage“ betont, dass viele der Techniken Yogapositionen ähneln – man kann diese Art der Massage auch als „passives Yoga“ sehen.

 

 

 

Doch letzten Endes sind die Techniken nur Hilfsmittel, die Sicherheit geben. Denn Thai-Yoga-Massage ist eigentlich eine Meditation  und spirituelle Praxis. Der Massierende stellt sich in liebevoller Achtsamkeit auf jeden Klienten ein, und folgt seiner Intuition, was dieser gerade braucht. Dank der achtsamen, absichtslosen Berührung können Klienten so tief entspannen, dass sie Verspannungen und Schmerzen nachhaltig loslassen und ungeahnte Selbstheilungskräfte aktivieren können.

Und ich?

Thai-Yoga-Massage ist ein lebenslanger Lernprozess – auch für mich! Ich stelle keine Diagnosen und ich „heile“ niemanden – doch dein Körper weiß, was er braucht, um sich selbst zu heilen.

Für mich ist Massage eine Meditation und spirituelle Praxis. Klienten können das natürlich anders sehen, das tut für mich nichts zur Sache 🙂 Also: Vielleicht findest du hier einfach eine wunderbare Massage, die positiv bei vielerlei Schmerzen und Verspannungen wirkt; und wenn die Offenheit da ist, kann es auch für dich eine tiefgehende, nachhaltige Erfahrung sein…

Ich würde mich freuen, dich hier im Jivaka Castle (oder auch mobil) zu einer Thai-Yoga-Massage begrüßen zu dürfen! Solltest du in der Nähe von Marburg sein – vereinbare einfach einen Termin…

Und hier finden immer wieder mal Workshops zur Thai-Yoga-Massage statt! Termine und Infos dazu findest du hier…
Ich freue mich schon sehr darauf – und vielleicht sehen wir uns dort?

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